Antrag der SPD-Fraktion in der LWL-Landschaftsversammlung die Ausgabe kostenloser Menstruationsprodukte in öffentlichen Gebäuden des LWL zu prüfen

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob und in welchem Umfang es möglich ist, kostenlose Menstruationsprodukte in den öffentlichen Gebäuden des LWL, insbesondere in den LWL geführten Schulen und Verwaltungsgebäuden einzuführen. Eine Ausgabe solcher Damenhygieneartikel sollte mittels hygienischer und vandalismussicherer Spender ermöglicht werden. 

Die Ergebnisse der Prüfung sollen schnellstmöglich den jeweils zuständigen Ausschüssen zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.

Begründung:

Die monatliche Regelblutung oder auch Periode genannt, tritt durchschnittlich das erste Mal zwischen dem elften und vierzehnten Lebensjahr auf und beeinflusst das Leben von Mädchen und Frauen von diesem Zeitpunkt an monatlich bis zum Beginn der Wechseljahre. Viele Mädchen und Frauen werden in dieser Zeit oft vor große Herausforderungen gestellt, denn die Periode nimmt keine Rücksicht auf den Zeitpunkt oder die Lebenssituation, in welcher sich Mädchen und Frauen befinden.

Die Periode lässt sich nicht beeinflussen oder regulieren und es kommt häufig vor, dass Mädchen und Frauen von ihrer Periode unerwartet überrascht werden. In dieser Situation benötigen sie akut Menstruationsprodukte. Oftmals sind Mädchen und Frauen in dieser Situation massiv eingeschränkt sowie peinlich berührt. Und häufig sind in dieser Situation weitere unangenehme Nebenerscheinungen gegeben, wie beispielsweise Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen, psychische Symptome wie leichte Reizbarkeit, Überempfindlichkeit, depressive Verstimmungen und viele weitere Beschwerden, mit welchen Mädchen und Frauen zu kämpfen haben. Mädchen und Frauen begeben sich nicht freiwillig in diese unangenehme Lage.

Einige Länder bieten bereits kostenlose Menstruationsprodukte in öffentlichen Einrichtungen an, wie beispielsweise Schottland. Hier ist es seit Ende 2020 gesetzlich geregelt, dass in öffentlichen Einrichtungen (insbesondere Schulen und Universitäten) Menstruationsprodukte kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Neuseeland und zuletzt Frankreich stellen inzwischen auch an öffentlichen Orten Menstruationsprodukte zur Verfügung.

Auch die ersten Kommunen in Westfalen-Lippe, wie beispielsweise Hamm und Unna folgen den zuvor genannten Beispielen und führen kostenlose Menstruationsprodukte in ersten öffentlichen Gebäuden und Schulen ein.

Die SPD-Fraktion möchte, dass der Landschaftsverband Westfalen-Lippe diesen Beispielen folgt, denn Mädchen und Frauen dürfen wegen einem normalen biologischen Prozess nicht benachteiligt werden. Der LWL sollte einen Beitrag zur Enttabuisierung des Themas Menstruation leisten und mit dieser konkreten Unterstützung Frauen und Mädchen im Alltag stärken.

 

 

 

 

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