Der Schwimmunterricht für blinde und sehbehinderte Schüler der von-Vincke-Schule in Soest ist sichergestellt.

Zwingende Voraussetzung war für die SPD-Fraktion in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe (LWL) allerdings, dass die Erteilung des Schwimmunterrichts in einem anderen, für diese sinnesbeeinträchtigten Schülerinnen und Schüler geeignetem Bad, möglich ist.

„Die Sicherstellung eines guten Unterrichtes ist und war immer vorrangiges Ziel und gilt gleichermaßen für sehende und nicht sehende Kinder und Jugendliche“ stellte Holm Sternbacher, Fraktionsvorsitzender, fest.

Die LWL-Verwaltung bestätigte der SPD-Fraktion, dass die jetzige Lösung, den Unterricht in das Lehrschwimmbecken an der Hansa-Realschule/Sekundarschule zu verlegen, gut und geeignet ist.

 

„Falls notwendig, würden bauliche Veränderung zur taktilen Verbesserungen noch gemacht werden. Dazu sei man in Gesprächen mit der Stadt Soest, bestärkte Ulla Ecks, die Sprecherin der Fraktion für den Umwelt- und Baubereich.

 

Nach den Sommerferien kann dann der Unterricht in vollem Umfang starten.

 

Der LWL unterhält bis auf das Becken in Soest an keiner Förderschule mehr ein direkt angegliedertes Lehrschwimmbecken. „Viele sehende, Sehbehinderte und/oder blinde Kinder werden überall im Land mit Bussen zum Schwimmunterricht gefahren. Auch das ist ein Stück Normalität“ bekräftigte die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Renate Weyer.

Für diese Fahrten entstehen den Eltern keine Kosten, da sie von den jeweiligen Schulträgern übernommen werden.

 

Wenn wir es mit der Inklusion ernst nehmen, bedeutet es auch, dass Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sehen sich im „Normalbetrieb“ eines Schwimmbades auf Dauer zurechtfinden. Dieser Einstieg über den Besuch eines Lehrschwimmbeckens ist also dazu sicherlich geeignet.