Die Herausforderungen in der Metropole Ruhr bleiben groß. Daher ist der Austausch zwischen den Verbänden, die in der Region arbeiten, wichtig. Nachdem 2015 bereits Gespräche zwischen der SPD-Fraktion des Regionalverbandes Ruhr und der des Landschaftsverbandes Rheinland stattfanden, gab es nun ein Treffen mit der SPD-Fraktion des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Auch diesmal waren beide Verwaltungsspitzen eingeladen.
Das konstruktive Arbeitsgespräch brachte die Leitungsebene der beiden Verbände an einen Tisch.  Martina Schmück-Glock, Vorsitzende der SPD-Fraktion im RVR, und Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des RVR, loteten mit Holm Sternbacher, dem Vorsitzender der SPD-Fraktion im LWL, und Matthias Löb, Direktor des LWL, Möglichkeiten der Zusammenarbeit aus.
 
"Es gibt drei große Bereiche, in denen sowohl der LWL als auch der RVR aktiv sind: Wissen und Bildung, Kultur und Tourismus sowie Inklusion", erläutert Martina Schmück-Glock. Der RVR hat beispielsweise den Bildungsbericht Ruhr herausgegeben. Wie bereits das Gespräch mit dem LVR ergab, ist es sinnvoll, das Thema Inklusion in der Bildung stärker zu berücksichtigen. "An diesem Beispiel kann man gut sehen, dass die Landschaftsverbände und der RVR sich mit ihren Schwerpunkten und Kompetenzen sinnvoll ergänzen können", so Holm Sternbacher.
 
Ein weiteres großes Themenfeld ist die Kultur, die nicht zuletzt für den Tourismus in der Region eine zentrale Rolle spielt. Der LWL unterhält zahlreiche Museen und touristisch bedeutsame Standorte. In der Metropole Ruhr betreibt er zum Beispiel das Museum für Archäologie in Herne und das Römermuseum in Haltern am See. Die Industriekultur pflegt der Landschaftsverband unter anderem mit der Henrichshütte in Hattingen, der Zeche Zollern in Dortmund und dem Schiffshebewerk in Waltrop. "Schnittmengen und Gemeinsamkeiten zwischen den Aufgaben von RVR und LWL liegen auf der Hand", meint die Vorsitzende der SPD-Fraktion im RVR. Zum Beispiel hier: Am 25. Juni veranstaltet der RVR bereits die sechzehnte "ExtraSchicht", die große Nacht der Industriekultur. Tausende von Besucherinnen und Besuchern strömen dann auch in die Henrichshütte, die Zeche Zollern und das Schiffshebewerk.
Die Zusammenarbeit zwischen LWL und RVR klappt in vielen Bereichen schon sehr gut. Holm Sternbacher: "Es gibt darüber hinaus noch weiteres Potenzial, das wir ausschöpfen sollten. Beim Marketing zum Beispiel lassen sich noch Synergien finden, um gemeinsam noch besser zu werden." Die beiden Landschaftsverbände und der Regionalverband leisten wichtige regionale Arbeit. Die SPD im LWL, im LVR und im RVR will an die bisherigen Gespräche anknüpfen und ausloten, in welchen Bereichen die Zusammenarbeit der Verbände noch verbessert und weiterentwickelt werden kann.

 

2. Juni 2016, gemeinsame Pressemitteilung LWL und RVR